Einladung an die Waghalsigen
Frauke Schlieckau | Posted 12/08/2010 | Autoren, Belletristik | 2 Kommentare »
Auch unter Tage gibt es Leben: In den Stollen eines alten Kohlebergwerks schwelen nicht nur immer noch die Flammen eines Brandes, der hier vor Jahren ausgebrochen ist. Neben den Resten des Feuers geistern auch Margarete und Fritzi, Vertreter einer übrig gebliebenen Jugend, in den Schächten umher, in denen es einst eine Stadt gab, von der nun nicht mehr geblieben ist, als bruchstückhafte Erinnerungen.
Da Fritzi und Margarete bewusst ist, dass nur derjenige, der um seine Vergangenheit weiß, die Chance auf eine glückliche Zukunft hat, machen sich die beiden Schwestern auf den Weg und folgen den Spuren ihrer eigenen Geschichte. „Mit Einladungen an die Waghalsigen“ ist Dorothee Elmiger ein Debütroman gelungen, den die Kritik als eine melancholische, kluge und von ungekünstelter Rätselhaftigkeit geprägte Text- Trümmerlandschaft bezeichnete, die Mitarbeit vom Leser verlangt.
1985 geboren gehört Dorothee Elmiger zu den hoffnungsvollsten Nachwuchsliteraten der Schweiz. Nach einem Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, lebt sie inzwischen in Berlin. Dorothee Elmiger war 2009 Stipendiatin beim Klagenfurter Literaturkreis und hat bisher in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Im Juni wurde der Jungautorin der Kelag-Preis im diesjährigen Bachmann-Wettbewerb verliehen. Die Jury würdigte ihr Werk als : „Ein Text, der in eine Terra Inkognita der bewohnten Welt führt, klug, poetisch und voller Wissen.”







[...] Elmiger (“Einladung an die Waghalsigen“, DuMont Buchverlag), Urs Faes (“Paarbildung”, Suhrkamp Verlag), Pedro Lenz [...]
[...] Dorothee Elmiger “Einladung an die Waghalsigen”, Urs Faes “Paarbildung”, Pedro Lenz “Der Goalie bin ig”, Kurt Marti “Notizen und Details 1964 – 2007″und Melinda Nadj Abonji “Tauben fliegen auf” heissen die fünf Nominierten, die von der Fachjury für den Schweizer Buchpreis 2010 nominiert worden sind. Weil sie über eine ausserordentliche individuelle Qualität verfügen und eindrückliche Beispiele der Vielfältigkeit aktueller Schweizer Literatur sind, hat die Jury die fünf Werke nominiert. [...]